Das Unbehagen in der Kultur
Theorie Literatur Präsentation
Verbindung zu esel.at
Buchpräsentation mit Dana von Suffrin und Florian Huber
Moderation: Daniela Finzi
Das Sigmund Freud Museum und der Czernin Verlag laden anlässlich des Erscheinens der Neuedition zu einer Präsentation mit Podiumsgespräch.
In einer zunehmend von Polarisierung, sozialer Ungleichheit und dem vorgeblichen Recht des Stärkeren geprägten gesellschaftlichen Debatte verkommt Kultur zu einem politischen Kampfbegriff, dem die neue Buchreihe “Das Unbehagen in der Kultur“ des Czernin Verlags kritisch entgegentritt. Den Auftakt bildet Sigmund Freuds gleichnamiger Klassiker aus dem Jahr 1930, der neben einer luziden Auseinandersetzung mit dem modernen Kulturbegriff auch die gesellschaftliche Dimension von Gewalt, Liebe oder Freiheit diskutiert. Die Neuedition wird ergänzt durch ein ausführliches Nachwort der vielfach ausgezeichneten Schriftstellerin und Historikerin Dana von Suffrin, die auch in ihrem literarischen Werk Gegenwartsdiagnostik mit psychoanalytischem Tiefensinn verbindet.
Dana von Suffrin ist Schriftstellerin und Historikerin und promovierte 2017 über ein wissenschaftshistorisches Kapitel des frühen Zionismus. Heute lebt sie in München und schreibt Romane, Erzählungen, Essays, Theatertexte und Hörspiele. Zuletzt erschienen u. a. die Romane Noch mal von vorne (2024) sowie Toxibaby (2026). Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, jüngst mit dem Tukanpreis (2024) und dem Chamisso-Preis (2025).
Florian Huber studierte Philosophie in Wien, verbrachte mehrere Forschungsaufenthalte an der Harvard University und forschte am Lehrstuhl für Kulturgeschichte des Wissens der Leuphana Universität in Lüneburg zum Verhältnis von Literatur und Naturwissenschaften. Zahlreiche Publikationen zur Literatur- und Wissenschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.