Das Turul-Manöver, Kapitel 3
Darstellende Kunst Installation Performance
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Das Turul-Manöver
Kapitel 3
Das Mahnmal oder Die Turul-Bannung
19. - 30. Juni 2026
Amt für Archiventropie
Mittersteig 13, 1040 Wien
Nach der Installation Die Flucht der Turuls aus Ungarn, der Performance-Serie Die vier herrenlosen Koffer der Eva von Klebelsberg und dem urbanen Intermezzo Kuno besucht Karl - Eine Lueger-Kontextualisierung folgt der dritte und letzte Teil des Turul-Manövers der Agentur für Unabkömmlichkeitsbegründungen:
Das Mahnmal oder die Turul-Bannung installiert im Amt für Archiventropie am Mittersteig 13 eine Werkstatt, in der vom Freitag, dem 19. Juni um 20.00 Uhr bis zum Dienstag, dem 30. Juni um 20.00 Uhr alle 11 Stunden jeweils eine Stunde lang öffentlich gearbeitet wird, sei es mitten in der Nacht oder tagsüber. Der 11-Stunden-Rhythmus unterliegt den Gesetzen der verwendeten Materialien und ihrem physikalischen Verhalten.
Der Zeitplan dieses Vorgehens sieht folgendermassen aus:
19. Juni, 20.00 Uhr
20. Juni, 07.00 und 18.00 Uhr
21. Juni, 05.00 und 16.00 Uhr
22. Juni, 03.00 und 14.00 Uhr
23. Juni, 01.00, 12.00 und 23.00 Uhr
24. Juni, 10.00 und 21.00 Uhr
25. Juni, 08.00 und 19.00 Uhr
26. Juni, 06.00 und 17.00 Uhr
27. Juni, 04.00 und 15.00 Uhr
28. Juni, 02.00, 13.00 und 00.00 Uhr
29. Juni, 11.00 und 22.00 Uhr
30. Juni, 09.00 und 20.00 Uhr
Zu und in diesen möglichen und unmöglichen Zeiten werden in der Werkstatt im Amt für Archiventropie die aus den Papieren der vier Koffer der ungarischen Gräfin Eva von Klebelsberg gefalteten 5000 Turuls bearbeitet und gebannt. Die so versuchte Dekonstruktion des nationalistischen und völkischen Turul-Mythos, die auch als Beispiel für andere rechtsextreme Mythen und Haltungen fungieren kann, resultiert in einem Mahnmal für eine Gegengedenkstätte, das am Ende der Werkstatt-Serie präsentiert wird. Das Mahnmal wird letztlich an einem Ort etabliert werden, der derzeit noch nicht bekanntgegeben werden kann.
#diequalderwahl
#dasturulettesyndrom
#leerstellestattschieflage!
#wirspeichernumzuvergessen
Im Rahmen von
Private Archives 1
Mit Dank an Verein Origami Wien, Haennim Amiri, Wanda Moser-Heindl, Franz Rumpler, Katalin Teller, Osama Zatar und viele Andere
Gefördert vom kollektiven Vorstellungsvermögen