Daphne von Schrader: walking frames and the conditions of a flirt
Zeitgenössische Kunst Medien & Technologie Ausstellung Installation
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Flirten ist ein Herantasten oder das Erproben einer Beziehung, bevor feststeht, ob es diese überhaupt gibt. Ein provisorischer Projektionsraum, in dem etwas fantasiert und dadurch möglicherweise real wird.
In der Kunstbetrachtung schlägt der Flirt neue Annäherungsstrategien vor. Es ist ein Kokettieren mit ungewohnten Subjekt-Objekt-Konstellationen. Die neutrale Distanz zum Objekt wird aufgegeben, stattdessen wird die körperliche Verfassung der Flirtenden mitverhandelt. Wie flirtet man mit einer Skulptur, und in welcher körperlichen Haltung bleibt man zurück, wenn sie zurückflirtet?
In ihrer Solo Ausstellung stellt Daphne von Schrader physische Architekturen und Objekte zum Herumtänzeln, Sich-hingezogen-Fühlen oder zum Zu-viel-Hineinprojizieren bereit. Das Flirten wird dabei zur spekulativen Geste, um sich selbst in Beziehung zu setzen. Über Installationen und Bewegtbilder entsteht ein Raum, in dem man sich Fantasien hingeben, den Kopf verdrehen oder weiche Knie bekommen darf.
Kuratorin: Magdalena Scheicher
Daphne von Schraders künstlerische Praxis umfasst Installation, Film, Sound und Performance und widmet sich unter anderem der Entwicklung spekulativer Objekte, tragbarer Skulpturen oder therapeutischer Fiktionen. In ihren Filmen und Lecture Performances untersucht sie den Körper als Ort gesellschaftlicher Imagination, technologischer Projektion und biopolitischer Aushandlung. Sie liebt es, mit fiktiven Werkzeugen und intimen Narrativen perzeptive Umgebungen zu bauen, sich tabuisierten Themen humorvoll anzunähern und die Beziehung zwischen Skulptur und Körper spielerisch auszutesten. Sie ist Mitbegründerin des Künstler:innenkollektivs Sandkasten Syndikat und seit 2020 aktiv an dessen Ausstellungen, Veranstaltungen und Rechercheformaten beteiligt.