curated by Lou von der Heyde
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
Verbindung zu esel.at
[…] Draußen hatte es angefangen zu regnen. Oder es regnete schon länger und ich hatte es nicht bemerkt. Die Stadt lag hinter dem Glas, verschwommen und wirklich, während neben mir eine Frau in einem anderen Jahr an einem anderen Fenster stand und vielleicht wartete oder nur rauchte. Walter trat neben mich.
WALTER: Und?
Ich hielt die Hand über das Mikrofon.
ICH: Was und?
WALTER: Ist jetzt alles gut?
ICH: Natürlich nicht.
Er nickte, als hätte ihn das beruhigt. Am Telefon sagte Jerk meinen Namen. Für einen Augenblick spiegelten wir uns alle im Fenster, Walter, du und ich; Jerk nicht, obwohl ich seine Stimme hörte. Ich legte die Hand an die Scheibe. Sie war kalt.
JERK: Hörst du mich?
ICH: Ja.
JERK: Was machst du?
Ich sah unsere Spiegelungen, die Bilder hinter uns und die dunkle Stadt davor, oder umgekehrt.
ICH: Ich versuche herauszufinden, wer hier wen ansieht.
JERK: Was?
Ich dachte an Althoff. „Ihr werdet das nie verstehen.“ Und: „Wie schön wäre es, wenn ihr es könntet.“
ICH: Ob man jemanden lieben kann, ohne ihn zu verstehen.
Eine Pause. Ich sah Walter an. Er sah zurück.
JERK: Und?
ICH: Weiß nicht.