Christoph Schlingensief: Es ist nicht mehr mein Problem!

Darstellende Kunst Zeitgenössische Kunst Ausstellung
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3 Termine
Dienstag 12. Mai
12. Mai
Di
18:00
Diskussion
Talk: "Bitte liebt Schlingensief"
mit Lilli Hollein, Aino Laberenz und Milo Rau, Moderation: Raphael Gygax
Mittwoch 13. Mai - Sonntag 13. September

Christoph Schlingensief (1960–2010) war ein Künstler, der die Grenzen zwischen Kunst, Theater, Film und Politik sprengte – ein radikaler Humanist, der die Zumutungen der Gegenwart in seiner komplexen künstlerischen Praxis verhandelte. Seine Produktionen forderten das Publikum zu einer aktiven Haltung heraus – zwischen Irritation und Erkenntnis, Überforderung und Reflexion. Mit der Ausstellung Es ist nicht mehr mein Problem!, ein Zitat Schlingensiefs aus dem Jahr 2005, zeigt das MAK gemeinsam mit den Wiener Festwochen erstmals eine umfassende Einzelausstellung des Künstlers in Österreich – jenem Land, das er im Jahr 2000 durch seine Aktion Bitte liebt Österreich – Erste österreichische Koalitionswoche im Rahmen der Wiener Festwochen mitten ins Zentrum seiner gesellschaftlichen Widersprüche führte.

Die Ausstellung entfaltet sich entlang zweier Zeitlinien, die von Church of Fear (2003–2005) ausgehen – jener ikonischen Installation, in der Schlingensief die globale Stimmung nach 9/11 in eine parodistische Glaubensgemeinschaft überführte. Sie erhob den „Glauben an die Angst“ zum Dogma und wurde erstmals bei der Venedig Biennale 2003 präsentiert. Von dort entfalten sich zwei Richtungen: rückwärts zu den politischen und performativen Interventionen der späten 1990er und frühen 2000er Jahre (wie u. a. Chance 2000 oder Bitte liebt Österreich) und vorwärts zu den filmischen und opernhaften Arbeiten (wie u. a. The African Twin Towers).

Die Ausstellung versteht sich nicht als klassische Retrospektive, sondern bringt zentrale Werkkomplexe Schlingensiefs in Dialog. Sie zeigt, wie sich seine künstlerischen Strategien zwischen Theater, Film, Installation und Aktion gegenseitig durchdringen und ein vielschichtiges Bild seines Denkens formen. Im Mittelpunkt steht nicht das abgeschlossene Werk, sondern die Bewegung des Fragens, Zweifelns und Scheiterns, die Schlingensiefs Praxis prägt: „Man kann meines Erachtens voller Lust, Freude und Vorsatz scheitern. In meiner Arbeit war das immer ein Scheitern, das durch die Aufhebung von Zielgerade und Zielpunkt, von Raum und Zeit entstanden ist. Wenn man es innerlich schafft zu akzeptieren, dass es eines Scheiterns bedarf, um Kräfte nutzbar zu machen, wird viel passieren.“

Ein gemeinsames Projekt des MAK, der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und von Gropius Bau / Berliner Festspiele

Gastkurator*in: Raphael Gygax in Zusammenarbeit mit Aino Laberenz (Nachlass Schlingensief)
Assistenzkurator: Max Appel-Palma

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