Christoph Schlingensief: Es ist nicht mehr mein Problem!
Darstellende Kunst Zeitgenössische Kunst Ausstellung
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Zum ersten Mal widmet sich in Österreich eine umfassende Einzelausstellung dem visionären deutschen Radikalkünstler Christoph Schlingensief (1960–2010). Bei den Wiener Festwochen hatte er im Jahr 2000 mit seiner Container-Aktion Bitte liebt Österreich – Erste österreichische Koalitionswoche die fremdenfeindliche Regierungspolitik der FPÖ zum Thema gemacht und mit einer Vermischung von Wirklichkeit und Kunst die ganze Stadt in Aufruhr versetzt. Die Ausstellung präsentiert neben der Container-Aktion weitere zentrale Arbeiten des Ausnahmekünstlers, wie etwa die Installation Church of Fear, in der Schlingensief nach den Anschlägen vom 11. September 2001 den „Glauben an die Angst“ zum Dogma erhob, die Polit-Kampagne Chance 2000 – Partei der letzten Chance, Filmarbeiten aus dem Amazonas zu seiner Wagner-Inszenierung Der Fliegende Holländer oder das Videokunstwerk The African Twin Towers. Die Ausstellung zeigt, wie Schlingensiefs radikal persönliche Kunst zwischen Provokation und Kunstvertrauen auch heute noch irritiert und inspiriert.
Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, MAK – Museum für angewandte Kunst und Gropius Bau/Berliner Festspiele