demok: Act and Speak
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Es ist höchste Zeit demokratisches Handeln zu stärken. Insbesondere die Künstler_innenschaft ist angehalten sich aktiv gegen einen Abbau von demokratischen Strukturen durch Lehre, Praxis und Gemeinschaftsbildung zu stellen. Als Akademie der bildenden Künste Wien ist es klar unsere Aufgabe uns für einen Erhalt und Wahrung einer demokratischen Gesellschaft zu verpflichten. Das längerfristige Programm DEMOK wird ab Oktober 2026 aktiv dazu einladen mitzugestalten und sich einzubringen.
Der Bildungsauftrag der Künste und der Universitäten muss darin bestehen, eine kommende, bessere und freie Gesellschaft zu bewahren, zu entwerfen und zu gestalten. Aktiv und im Widerstand. Als einzelne Institutionen, die isoliert innerhalb ihrer eigenen Interessengruppen agieren, wird niemand in der Lage sein, die Demokratie gegenüber den hyperkapitalistischen Akteuren zu verteidigen.
Was wir dringend brauchen, ist eine praxisorientierte Bildung, die künstlerische Sprache, konstruktives und widerständiges Denken sowie Kenntnisse über Bürgerrechte und -pflichten in der Kunst vermittelt und die die Stärkung des Kollektivs sichtbar macht und als Instrument im Kampf gegen die ungerechte Verteilung von Kapital behandelt. Demokratie war schon immer antikolonial. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts lautet die Antwort stets dieselbe: Eine demokratische Bewegung muss Gestalt annehmen durch Bildung und diejenigen, die sie vermitteln. Die akademische Welt war aufgerufen, sich zu erheben und sich frühen antikolonialen und antifaschistischen Bewegungen anzuschließen, um subalterne und emanzipatorische Sprache sowie Künstler_innen zu unterstützen, die die Vision einer noch zu gebärenden demokratischen, postkolonialen Gesellschaft entwarfen. Künstler_innen spielen eine wichtige Rolle bei der Bewahrung und Schaffung demokratischer Gesellschaftsformen. Wir wollen die Akademie zu einem Ort des Austauschs und Handelns machen – von wo aus demokratische, kollektive und widerständige Praxis entsteht und sich entfaltet.
Die Aula als Veranstaltungsort steht während der gesamten Woche offen und kann kostenlos genutzt werden.
Studierende können aktiv teilnehmen, sich in die angebotenen Lehrveranstaltungen einschreiben und sich zudem in der Aula inhaltlich und strukturell einbringen.
Alle Programmpunkte finden in der Aula statt und können mit/ohne Anmeldung kostenlos besucht werden.
Programm:
Montag, 12.10.
16 h Tai Chi
17 h Uhr Beiträge und allgemeine Diskussion mit dem Organisationsteam
18 h Abendessen
19 h Paul Feigenfeld: The Dork Enlightenment. Technology and Fascism; why Art is responsible; and how it can respond / Moderation: Axel Stockburger
21 h DJ-Line-up mit Nico Schleicher
Dienstag, 13.10.
14 h Uhr Oliver Hangl über „Unsichere Interventionen im öffentlichen Raum“
18 h Natascha Strobl / Moderation: Alexander Martos
20 h Workshop zum Thema Druckgrafik mit Chen Yifei und dissidente Zines
Mittwoch, 14.10.
15 h Negin Rezaie, LoCD in Aktion (Library of Civil Disobedience)
18 h Widerständige Lieder, Maren Rahman / Abendessen, Punkfurterküche Marianne Eberl
Donnerstag, 15.10.
15 h Workshop mit Kenneth Constance Loe „Papa, Romeo, Oscar, November, Echo“
18 h Workshop mit Ertuğrul Bayraktar, Antifaschistisches Training
20 h Workshop zu Protesttransparenten und Puppenbau
Freitag, 16.10.
16 h Jonas Thiel (Jacobin), Moderation: Johan Hartle
18 h Inna Shevchenko (FEMEN), Moderation: Ingeborg Erhart
20 h Getränke, Essen und Musik