Ashley Hans Scheirl: Petrol M*other
Zeitgenössische Kunst Ausstellung
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Nach ihrer Retrospektive im Belvedere 21 und der Teilnahme an „Lebt und arbeitet in Wien“ in der Kunsthalle Wien präsentiert Scheirl mit „Petrol M*other“ einen völlig neuen Werkkomplex, in dem sie sich mit der Identitätsfrage des Individuums im technoiden, kapitalistischen, künstlich-intelligenten Universum befasst.
In den neuen Arbeiten verbinden sich Material, Bildsprache und theoretische Einflüsse zu dichten, vielschichtigen Collagen aus gedruckten und übermalten technischen Zeichnungen. In ihnen tauchen Ölbohrtürme und Förderanlagen, chemische Apparaturen und fragmentierte Börsenkurse auf, Motive, die auf extraktive Ökonomien und zirkulierende Kapitalströme verweisen. Dazwischen entfalten sich obszöne Andeutungen: Sexualität, Gender und Reproduktion erscheinen als codierte Systeme und werden als offenen Bedeutungsfelder verhandelt.
Ashley Hans Scheirl (*1956, Salzburg), studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien und am Central Saint Martins College in London. Sie stellte in den letzten Jahren u.a. auf der documenta 14 Athen/Kassel, im Künstlerhaus Graz, im Kunsthaus Bregenz, auf der Biennale de Lyon, der Biennale di Venezia, im Pariser Palais de Tokyo und in den Hamburger Deichtorhallen aus. 2025 folgte die erste große museale Personale im Wiener Belvedere 21. Kürzlich wurde sie zusammen mit ihrer Partnerin Jakob Lena Knebl mit dem Oskar-Kokoschka-Preis ausgezeichnet.