around:blank
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„around:blank“ – eine eintägige Intervention in Form einer Umrundung des eingezäunten Brachgeländes in St. Marx mit Live-Musik, Performances und visuellen Beiträgen, initiiert vom Kunstraum toZOMIA.
Wie kann man an einem Ort, an dem Sichtbarkeit, Zugang und Teilhabe verwehrt sind, einen Überblick gewinnen, sich die Zukunft vorstellen und eine räumliche Erkundung greifbar machen?
Um die ehemalige Freifläche von St.Marx wurde dieses Frühjahr ein Zaun gezogen, 2,5m hoch und ca 890m lang, der die Sicht über die Fläche verwehrt und den Zugang hermetisch versperrt. Das 4,4 Hektar große Brachland der Wien Holding, flankiert von Autobahn, Mediencenter, Neubauten und der Marx Halle stand ca 10 Jahre lang als Freifläche kurzfristigen Nutzungen (Zirkus, Flohmärkte, Sport usw.) zur Verfügung. Vor allem wurde diese Fläche von diversen freien Initiativen in Zwischennutzung kulturell, sozial und ökologisch belebt und dabei transformiert (u.a Skatepark, Gemeinschaftsgärten, Kulturveranstaltungen etc.). Innerhalb weniger Tage wurden diese Energien entwurzelt und vernichtet. Der Zaun machte die Freifläche selbst unsichtbar. Sichtbar wird stattdessen ihr Umriss, ihre Abwesenheit als Kontur oder Silhouette. Der Zaun produziert Ausschluss und wird nun selbst zur Bühne diverser künstlerischer Aktionen. Um den begonnenen Dialog mit dem Ort fortzusetzen, wird nun nicht mehr die Freifläche selbst, sondern ihr Umfang – materialisiert im aktuellen Grenzzaun – zum Aktionsfeld von künstlerischen Erkundungen.
Beteiligte Künstler:innen / Akteur:innen: Daniel Allison, Barbara Eichhorn, Christoph Euler, Rasmus Exo, Irene Lucas, Johanna Tatzgern, u.a.