Aria Danaparamita: Architectures of Violence
Theorie Architektur Zivilgesellschaft Vortrag Screening
Verbindung zu esel.at
Ein Vortrag organisiert vom Studienfach Kunst und Bildung und dem Institut für Kunst und Architektur, In Kooperation mit wonderland.
Wie übt Grenzarchitektur Gewalt aus? Diese ästhetische Auseinandersetzung mit Grenzarchitektur im Vereinigten Königreich untersucht die materiellen und emotionalen Erfahrungsräume von Migration. Die Vorführung zweier Kurzfilme lädt das Publikum dazu ein, die Räume nachzuvollziehen, die Menschen auf ihrem Weg ins Vereinigte Königreich durchqueren. Anschließend beleuchtet ein Vortrag die britische Migrations- und Einwanderungspolitik. Dabei wird deutlich, dass Gewalt nicht nur durch die physische Architektur von Grenzen, Inhaftierung und Abschiebung ausgeübt wird, sondern auch durch die emotionalen und psychischen Verletzungen und Traumata, die mit der Bewältigung dieser Erfahrungen verbunden sind. Dies erweitert unser Verständnis dessen, was wir als Architekturen der Gewalt begreifen, neu gefasst. Angesichtes der gegenwärtigen politischen Lage reflektiert die Veranstaltung unsere gemeinsame Verantwortung, eine andere Zukunft zu gestalten.
Mita ist fotografisch arbeitende und aktivistische Künstler*in. Kunst versteht Mita als poetische Form des Widerstands für kollektive Befreiung. Geboren in Indonesien und heute im Vereinigten Königreich lebend, untersucht Mitas künstlerische Praxis diasporische Dekolonialitäten, häufig mit Blick auf Land, Ort und Zugehörigkeit. Mitas prozessorientierter Ansatz erforscht die politischen Verflechtungen von Archiv, materieller Kultur und kolonialen Hinterlassenschaften. Nach einem BA an der Wesleyan University und einem MA an der SOAS University of London verbindet Mita interdisziplinäre Erfahrungen in Forschung, Politikberatung und Journalismus.