Animationsfilm – Widerstand – Psychoanalyse

Tricky Women/Tricky Realities
Video Theorie Film Visuelle Kunst Screening
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1 Termin
Donnerstag 16. April

Abend I

Filmscreening “House on the Sea” (Tünde Nagy, HU 2025
Diskussion mit Marina Rauchenbacher und Beate Hofstadler.
Moderation: Monika Pessler

Der erste von zwei Filmabenden zu Animationsfilm und Psychoanalyse zeigt „House on the Sea“ von Tünde Nagy. In Kooperation mit Tricky Women/Tricky Realities widmet sich das Sigmund Freud Museum auch dieses Jahr der Verbindung von Animationsfilm und Psychoanalyse – 2026 unter dem Jahresthema „Widerstand“.

House on the sea, Tünde Nagy, HU 2025, 14 Minuten

Eine Frau, die alleine in einem Haus mitten im Meer lebt, fertigt aus ihrem eigenen Haar ein kleines Mädchen. Eines Tages taucht ein Schiff auf, das die Aufmerksamkeit des Kindes auf sich zieht und die Harmonie stört. (Tünde Nagy, 2025)

Die Psychoanalytikerin und Filmwissenschaftlerin Beate Hofstadler und die Literaturwissenschaftlerin Marina Rauchenbacher diskutieren Tünde Nagys Film im Anschluss an das Screening. Moderation: Monika Pessler

Jahresthema 2026: Widerstand

In der Psychoanalyse bezeichnet der Begriff einen Abwehrmechanismus, der sich der Bewusstwerdung verdrängter und meist unangenehmer Inhalte entgegenstellt – und damit zugleich auf verborgene Konflikte und Veränderungsprozesse verweist. Widerstand kann sich dabei als Verweigerung, als Schutz oder als Beharren zeigen, aber auch als notwendiger Hebel auf dem Weg zu Erkenntnis fungieren. Darüber hinaus ist dem Begriff „Widerstand“ eine gesellschaftliche und politische Dimension eingeschrieben: Formen des Aufbegehrens, der Opposition und der kollektiven Selbstbehauptung prägen historische wie gegenwärtige Auseinandersetzungen. Zugleich lässt sich Widerstand auch als Ausdruck von Resilienz verstehen – als Fähigkeit, Belastungen standzuhalten und Handlungsspielräume auszuloten.

Die für die Film-Reihe „Animationsfilm – Widerstand – Psychoanalyse“ ausgewählten Arbeiten nähern sich auf subtile Weise diesen unterschiedlichen Facetten des Widerstands. Im Anschluss an die Vorführungen werden diese gemeinsam mit Expertinnen der Psychoanalyse, der Kulturwissenschaften und mit dem Publikum diskutiert.

Beate Hofstadler absolvierte die Studien der Psychologie, Theater-, Film- und Medienwissenschaften und arbeitet als Psychoanalytikerin in freier Praxis in Wien. Zahlreiche Lehraufträge, sozialwissenschaftliche Forschungstätigkeiten und Publikationen zu den Themen Psychoanalyse, Geschlechterforschung, Qualitative Sozialforschung und Film.

Monika Pessler, Studium der Kunstgeschichte, Kuratorische und Management-Ausbildung, Masterstudium in Organisationsentwicklung. Sie war als Kuratorin am heutigen Museum Moderner Kunst Kärnten beschäftigt, arbeitete für das zeitgenössische Kunstfestival „steirischer herbst“ und leitete von 2003-2013 die Österreichische Friedrich Kiesler Stiftung Wien. Seit 2014 ist sie Direktorin des Sigmund Freud Museums in Wien.

Marina Rauchenbacher ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, derzeit tätig an der Universität Wien. Sie forscht und lehrt unter anderem (zu) deutschsprachiger Literatur, Comics, Gender Studies und visuellen Kulturen.

Tünde Nagy wurde 2001 in Satu Mare, Rumänien geboren und lebt derzeit in Budapest. Sie besuchte die Aurel Pop Art High School in Satu Mare mit Schwerpunkt Grafikdesign. Sie erwarb ihren Bachelor in Filmkultur und Medienwissenschaften an der Katholischen Universität Eszterházy Károly in Eger. Für ihren Abschlussfilm „House on the Sea” gewann sie den ersten Platz bei der National Scientific Student Conference und erhielt eine Förderung des Drehbuchwettbewerbs der FilmJus-Foundation.

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