Ancient Future Climate Bodies
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Ancient Future Climate Bodies ist eine One-to-One-Klangperformance für zwei Besucher:innen, die sich kennen oder erstmals begegnen. Angeleitet durch Kopfhörer folgen sie Frequenzen und Erzählungen, die unerwartete Begegnungen schaffen und neue Zugänge zu Körperlichkeit eröffnen. Über Berühren, Sehen und Riechen erforscht die Arbeit den Körper als Teil eines größeren Geflechts lebendiger Beziehungen und erkundet Anpassungen an den Klimawandel aus einer verkörperten, dekolonialen und postnaturalistischen Perspektive.
Eingebettet in eine Installation aus handgewebten Textilien, Röhren aus Rattan, Licht, Wasser, Klang und Rauch betreten die Besucher:innen von Ancient Future Climate Bodies einen sorgfältig komponierten, sinnlichen Raum, in dem Zuhören zu einer Form der Beziehung wird.
Indem sich die Aufmerksamkeit auf Berührung, Sehen, Riechen und Hören richtet, versteht die Arbeit den Körper nicht als isoliertes Individuum, sondern als durchlässige Konstellation von Beziehungen.
Ausgehend von dekolonialen Perspektiven, indigenen Ontologien und multinaturalem Denken treten unterschiedliche Kosmologien hervor, in denen Flüsse, Meere, Quellen, Regen und unterirdische Wasser als lebendige Wesen und nicht als bloße Ressourcen verstanden werden. Die Performance erforscht Wasser als Medium von Erinnerung, Transformation und Verwandtschaft. Dasselbe Wasser, das durch Landschaften fließt, zirkuliert durch unsere Körper, löst die Grenzen zwischen Selbst und Umwelt auf und verbindet uns mit Zeitlichkeiten, die weit über die menschliche Lebensspanne hinausreichen. Flüssigkeiten werden in diesem Sinne zu Archiven anzestralen Wissens, des Austauschs und eines fortwährenden Werdens.
Durch eine intime Choreografie der Wahrnehmung werden die Besucher:innen eingeladen, Formen der Aufmerksamkeit einzuüben, die das Sein vor das Tun, das Ruhen vor das Arbeiten und das Spüren vor das Verstehen stellen.
Ancient Future Climate Bodies entfaltet sich als ein stilles Ritual des Zuhörens, das die Sinne auf wechselseitige Verbundenheit ausrichtet und die Besucher:innen dazu einlädt, sich selbst auf andere Weise zu erfahren.