Ahoj! Tschechien setzt über

Literatur Festival Veranstaltungsreihe Lesung
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3 Termine
Dienstag 29. September
29. Sep.
Di
19:00
Lesung
Ahoj! Tschechien setzt über
Mittwoch 30. September
30. Sep.
Mi
19:00
Lesung
Ahoj! Tschechien setzt über
Donnerstag 1. Oktober
1. Okt.
Do
19:00
Lesung
Ahoj! Tschechien setzt über

Das tschechische Literaturfestival in Wien!

Ein Land an der Küste – unter diesem Motto ist Tschechien heuer als Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. Mit dem dreitägigen Festival Ahoj! Tschechien setzt über, das in Wien und Bad Ischl stattfindet, begeben wir uns auf eine Reise durch seine literarische Landschaft und erforschen die markantesten Erhebungen genauso wie verborgene, magische Orte: vom Einfluss vergangener Zeiten auf unsere Gegenwart und subtilen Reflexionen über das Leben bis hin zu einer surrealen Expedition durch Mitteleuropa – in Richtung Meer.

Radka Denemarková (*1968) ist eine vielfach ausgezeichnete Autorin, Essayistin und Übersetzerin. Als einzige tschechische Autorin ist sie vierfache Preisträgerin des renommierten Magnesia-Litera-Preises. Ihr Werk liegt in mehr als 20 Sprachen vor. Denemarková ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Lucie Faulerová (* 1989) ist eine der spannendsten Stimmen der jüngeren tschechischen Literatur. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit ihrem aktuellen Roman, für den sie den Literaturpreis der Europäischen Union erhielt.

Anna Bloch-Štičková (*1994) wurde in Stříbro geboren und lebt heute in Brünn. Sie schreibt Gedichte, übersetzt Lyrik aus dem Englischen und forscht zum Buchmarkt. Bisher erschienen ihre Gedichte deutscher Übersetzung in der Anthologie Die Seele des Nebels. Ihre jüngste Gedichtsammlung war auf der Longlist von mehreren renommierten tschechischen Literaturpreisen.

Petr Borkovec (* 1970) ist Lyriker und Übersetzer aus dem Russischen und Alt griechischen. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt er 2024 den Dresdner Lyrikpreis.

Michal Ajvaz (*1949) ist Schriftsteller und Philosoph. Während des kommunistischen Regimes schrieb er ohne Aussicht auf Veröffentlichung, heute gilt er als eine der interessantesten Stimmen des Surrealismus. Sein in 24 Sprachen übersetztes Werk wurde unter anderem mit dem tschechischen Staatspreis für Literatur geehrt.

Das Literaturhaus Wien, das LiteraturSchiff in Oberösterreich und das Tschechische Zentrum Wien präsentieren in Kooperation mit dem tschechischen Literaturzentrum CzechLit fünf zeitge nössische Autor:innen und ihre Werke in deutscher Übersetzung. Konzipiert und kuratiert wurde das Literaturfestival von der Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin Julia Miesenböck.

PROGRAMM:
Dienstag 29. 9. | 19:00 Uhr
Location: Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, 1070 Wien

In ihrem neuen Meisterwerk erzählt Radka Denemarková auf fulminante Weise die Geschichte des 19. Jahrhunderts und seiner Protagonisten: weltumspannend, hochaktuell, brillant. Denemarková kontrastiert die Lebensgeschichten der Schriftstellerinnen Božena Němcová und George Sand sowie des Erdöl-Milliardärs J. D. Rockefeller und führt uns eindrucksvoll vor Augen, wie sehr das Geschehen von damals bis ins Heute nachwirkt.

Radka Denemarková – Schokoladenblut (übersetzt von Eva Profousová, Hoffmann und Campe, 2026)

Moderation: Daniela Strigl

Mittwoch 30. 9. | 19:00 Uhr
Location: Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, 1070 Wien

Zart und brutal, poetisch und mit viel subtilem Humor: Lucie Faulerová erzählt in ihrem international gefeierten Roman von der Liebe und dem Leben nach dem Verlust eines nahen Menschen. Petr Borkovec‘ Prosaminiaturen sind Geschichten einer sinnlichen Aneignung der Welt, der dichterischen Wahrnehmung und Verwandlung – Epiphanien des Alltäglichen

Lucie Faulerová – Ich habe den Tod gerettet (übersetzt von Julia Miesenböck, Frankfurter Verlagsanstalt, 2026)

Petr Borkovec – Cécile und andere (übersetzt von Lena Dorn, Edition Korrespondenzen, 2026)

Moderation: Julia Miesenböck

Konsekutivdolmetschung: Ladislava Baxant-Cejnar

Donnerstag 1. 10. | 19:00 Uhr
Location: Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, 1070 Wien

Michal Ajvaz‘ philosophischer Künstlerroman beginnt mit einer rätselhaften Beobachtung in Leipzig und entführt uns in verschachtelte Welten bis nach Wien und Klagenfurt. Anna Bloch-Štičkovás feinfühlige Gedichte befassen sich mit Themen wie persönliche Traumata, familiäre Bindungen, queere Identität und mit der historischen Prägung ihrer Heimat, dem deutsch-tschechischen Grenzgebiet. Häufig verwebt sie intime, verletzliche Beziehungsbilder mit Fragen jüdischer Herkunft und der Aufarbeitung von seelischen Belastungen.

Anna Bloch-Štičková, Gedichte (in: Die Seele des Nebels) (übersetzt von Marit Heuß, Marion Poschmann u. a.)

Michal Ajvaz – Passagen unter Glas (übersetzt von Veronika Siska, Allee Verlag, 2026)

Moderation: Michael Stavarič

Konsekutivdolmetschung: Lena Kurz

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