Abkehr vom Objekt
Bildende Kunst Ausstellung
Verbindung zu esel.at
Abstraktion als radikale Befreiung
Die Kunst der Nachkriegszeit. Von 1950 bis in die 1960er Jahre.
Nach dem Ende des Krieges, zog es die ausgehungerte, junge Künstlerschaft Österreichs nach Paris. Paris, der Inbegriff der Avantgarde und der neuen Strömungen. Kaum ein Österreicher der zurückkam, ohne daraufhin nicht tiefgreifende Änderungen in seinem Werk zu vollziehen. Diese Spuren zogen sich lebenslang durch die Biografien und Werke.
Hans Bischoffshausen, Marc ADRIAN, Josef PILLHOFER, HUNDERTWASSER, Arnulf RAINER, Maria LASSNIG uva. Alle waren dort, um zu sehen, zu verstehen und sich mit der Gravitation dieser Zeit aufzuladen. Hier in Österreich vor Ort waren die Kulturinstitute der Siegermächte oft die wichtigsten Informationsquellen für alle Kulturschaffenden.
Eine neue Kultur wurde erschaffen. Die Abkehr vom Objekt und vom Realismus setzte sich durch. Es war eine radikale Befreiung vom alten Zwang zum Gegenstand und Abbild. Das INFORMEL entstand und in vielen Großstädten Mitteleuropas gründeten sich neue Künstlergruppen. Allen gemeinsam war der Aufbruch in die Gegenstandslosigkeit. Von Italien bis Dänemark, von Jugoslawien bis Holland - alle waren im Aufbruch.