A Gentle Rupture
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Eugene Shadko und Mario Dilitz zeigen junge Menschen, still und konzentriert, selbstbewusst und zugleich verletzlich. Sie erzählen keine Geschichte, sondern halten inne und fordern den Blick der Betrachtenden heraus.
Eugene Shadko bewegt sich zwischen Figuration und Abstraktion, zwischen Fotografie und Malerei. Ausgangspunkt sind eigene Aufnahmen, die er durch grelles Blitzlicht und dynamische Pinselstriche verfremdet. Im Zentrum steht die junge Generation, die aus ihrem Kontext gelöst und in eine namenlose, beinahe unwirkliche Sphäre versetzt wird. Sie sind Suchende: nach Identität, nach einem Platz in der Welt, nach etwas, das sich nicht greifen lässt.
Mario Dilitz verleiht der menschlichen Gestalt in Holz und Bronze Ausdruck. Er verbindet traditionelles bildhauerisches Können mit Fragen unserer Zeit. Seine Figuren stehen ruhig, frontal, fast feierlich. Doch hinter der gelassenen Oberfläche und dem neutralen Blick liegt eine leise Unruhe. Attribute wie ein Kuscheltier, übergroße Boxhandschuhe oder ein Hai brechen die Stille und verweisen auf die Verletzlichkeit des Einzelnen und der Gesellschaft. Dilitz liefert dazu keine Erklärungen. Er versteht seine Skulpturen als Projektionsfläche, beinahe als Spiegel, in dem das Gegenüber seine eigenen Antworten findet.