20 Seconds For Art

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1 Termin
Montag 6. Juli - Sonntag 30. August
Mo 6. Juli -
So , 30. Aug.
Filmreihe
20 Seconds For Art
Infoscreens

Der Kurzfilm-Wettbewerb 20 SECONDS FOR ART wurde von INFOSCREEN und KÖR Wien 2013 initiiert und fand dieses Jahr zum siebten Mal statt. Kunstschaffende wurden zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema „Der Mensch und die intelligente Maschine“ eingeladen, die es in Form von tonlosen 20 Sekunden-Kurzfilmen zu visualisieren galt. Die Ausschreibung richtete sich an Künstler*innen, Studierende oder Absolvent*innen einer künstlerischen, grafischen oder filmischen Ausbildung ebenso wie an künstlerisch tätige Personen aus dem In- und Ausland (ab 18 Jahren).

Künstliche Intelligenz wird als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts verstanden. Bereits heute durchdringt sie unser Leben in vielen Bereichen – von wissenschaftlicher Forschung über Industrie und Wirtschaft bis zur täglichen Arbeitswelt: Computerbasierte Systeme analysieren ungeordnete Datenmengen, erkennen Zusammenhänge und Muster und leiten daraus für uns relevante Informationen und Entscheidungen ab.

Denkende künstliche Wesen begleiten die Menschen seit der Antike und finden ihren Höhepunkt in der Science-Fiction des 20. Jahrhunderts. Auch ist der Themenkomplex „Mensch & Maschine“ von Beginn an eng mit der Filmgeschichte verwoben, etwa 1927 in „Metropolis“ von Fritz Lang, der in diesem Klassiker der expressionistischen Filmkunst die weibliche Figur der „Menschmaschine“ entwirft.

Mit der digitalen Revolution gehen gesellschaftliche Veränderungen einher. Zu den Chancen werden die Demokratisierung von Wissen wie auch die Lösung komplexer Probleme gezählt, ebenso die Möglichkeiten für innovative Produkte und die Steigerung von Effizienz. Gleichzeitig stellt die Entwicklung der „maschinellen Intelligenz“ die Menschheit vor große moralische und ethische Fragen und hat eine kritische Debatte insbesondere über ihre kommerzielle Nutzung und die Folgen für Sicherheit, Demokratie und Ressourcen ausgelöst.

Aus 91 Einreichungen konnten schließlich fünf Preisträger*innen von der 20 SECONDS FOR ART-Jury ausgewählt werden. Die diesjährige Jury bestand aus den folgenden Mitgliedern:

Cornelia Offergeld, Künstlerische Leiterin KÖR Wien
Stefanie Paffendorf, Programmdirektorin von INFOSCREEN
Erich Prem, AI Ethiker, Verein Digitaler Humanismus
Nadim Samman, Kurator Vienna Digital Cultures 2026
Eva Sangiorgi, Direktorin der VIENNALE. Vienna International Filmfestival

Die ausgewählten Kurzfilme werden im Zeitraum von 6. Juli bis 30. August 2026 österreichweit auf rund 4.800 INFOSCREENs in U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen sowie auf Screens an Bus- und Straßenbahnhaltestellen in ganz Österreich gezeigt werden.

Statements

Cornelia Offergeld, künstlerische Leiterin KÖR Wien: „Menschen faszinieren denkende künstliche Wesen seit Ewigkeiten. Was einmal auf den Bereich der Science-Fiction beschränkt war, drängt nun als neue digitale Revolution massiv in unsere Lebensrealität. Das betrifft auch die Kunst. KI ist nicht mehr nur Werkzeug, sondern ein Material, aus dem die Gesellschaft der Zukunft geformt werden wird. Der Filmwettbewerb ‘20 SECONDS FOR ART’ bietet einen Raum für eine öffentliche künstlerische Reflexion über KI, die viele Menschen in ihrem Alltag erreicht.“

Sascha Berndl, Geschäftsführer, INFOSCREEN Austria GmbH: „Kaum ein Thema ist brisanter und aktueller als „Der Mensch und die intelligente Maschine“. Allein die Frage, ob Maschinen wirklich intelligent sind, also abstrakt und vernünftig denken können, ist kontrovers. Umso interessanter sind die Einordnungen, Visionen, Hoffnungen und Befürchtungen, mit denen uns die Filmschaffenden konfrontieren. Dass wir diesen klugen, bunten, witzigen und nachdenklichen Ausblick auf unsere Gesellschaft auf INFOSCREEN zeigen können, ist wertvoll für unser Programm und ein willkommener Denkanstoß für unsere Zuseher*innen.“

Veronica Kaup-Hasler, Amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft: „Der öffentliche Raum ist ein Ort des sozialen Miteinanders und des Ausverhandelns – und er hat sich längst in den digitalen Raum erweitert. In einer Zeit, in der künstliche Intelligenz unseren Alltag und unsere Wahrnehmung nachhaltig verändert, bieten Kunst und Film zentrale Räume, um diese Entwicklungen zu befragen und zu verhandeln. Ich danke allen Teilnehmenden und Gewinner:innen des Wettbewerbs ‘20 SECONDS FOR ART’, die in ihren Filmen eindringliche, künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Verhältnis von Mensch und intelligenter Maschine zeigen: Sie öffnen neue Perspektiven, machen Machtverhältnisse sichtbar und stellen Fragen nach Verantwortung und Ethik.“

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