Erika Giovanna Klien: Alles ist Bewegung

Zeitgenössische Kunst Bildende Kunst Ausstellung
➜ edit + new album ev_030nrrgKg2guHwiUevFUyk
14 Termine
bis Sonntag 31. Jänner
bis So,
31. Jän.
Ausstellung
Erika Giovanna Klien: Alles ist Bewegung
Mittwoch 30. September
30. Sep.
Mi
16:30
Führung bis 17:30
Curator’s Tour: Erika Giovanna Klien
Freitag 2. Oktober
2. Okt.
Fr
15:00
Führung bis 16:00
Einfach gesagt: Kunst, Körper und Bewegung
Freitag 9. Oktober
9. Okt.
Fr
15:00
Führung bis 16:00
Anders sehen: Vogelflüge, tanzende Körper und rotierende Maschinen
Mittwoch 21. Oktober
21. Okt.
Mi
16:30
Führung bis 17:30
Im Fokus: Erika Giovanna Klien und Franz Čižek
Freitag 23. Oktober
23. Okt.
Fr
15:00
Führung bis 16:00
Handvermittelt: Alles ist Bewegung
Mittwoch 28. Oktober
28. Okt.
Mi
16:30
Führung bis 17:30
Im Fokus: Erika Giovanna Klien. Warum malt sie keine Blumen?
Mittwoch 4. November
4. Nov.
Mi
16:30
Führung bis 17:30
In Bewegung: Erika Giovanna Klien
Mittwoch 11. November
11. Nov.
Mi
15:00
Führung bis 16:00
Zeitlos schön: In Bewegung
Freitag 27. November
27. Nov.
Fr
16:30
Führung bis 17:30
Curator’s Tour: Erika Giovanna Klien
Mittwoch 9. Dezember
9. Dez.
Mi
16:30
Führung bis 17:30
In Bewegung: Erika Giovanna Klien
Mittwoch 16. Dezember
16. Dez.
Mi
16:30
Führung bis 17:30
Bild des Monats: Vogelflug
Mittwoch 20. Jänner 2027
20. Jän. 2027
Mi
16:30
Führung bis 17:30
Curator’s Tour: Erika Giovanna Klien
Donnerstag 21. Jänner 2027
21. Jän. 2027
Do
16:30
Führung bis 17:30
Im Fokus: Kunstpädagogische Primitivismen und Erika Giovanna Klien

Das Belvedere widmet dem Werk der österreichisch-amerikanischen Künstlerin und Kunstpädagogin Erika Giovanna Klien (1900–1957) eine umfangreiche Personale. Als herausragende Vertreterin des Wiener Kinetismus erlangt Klien früh internationale Bekanntheit. Ihre Leidenschaft für Theater und Tanz führt zu innovativen Bühnenbildentwürfen und komplexen Darstellungen bewegter Körper. Ab 1929 lebt Klien in New York, was sich in einer verstärkten Auseinandersetzung mit urbanen Räumen und sozialen Fragen manifestiert.

Eine Ausstellung des Belvedere, Wien, in Zusammenarbeit mit der Universität für angewandte Kunst Wien – Kunstsammlung und Archiv sowie dem Istituto Italiano di Studi Germanici, Rom.

Kuratiert von Verena Gamper.
Co-Kuratorin: Veronica Liotti
Assistenzkuratorin: Johanna Hofer

Zur Ausstellung
Im Herbst 2026 würdigt das Belvedere die Künstlerin Erika Giovanna Klien (1900–1957) mit einer umfangreichen Einzelausstellung. Die bedeutendste Vertreterin des Wiener Kinetismus zeichnet und malt faszinierende Darstellungen vibrierender Vogelflüge, tanzender Körper und rotierender Maschinen. Beobachtung, Analyse und Arrangement komplexer Bewegungen, ob natürlichen oder technischen Ursprungs, liegen ihren Kompositionen zugrunde. Vor allem nach ihrer Übersiedlung nach New York 1929 entpuppt sich Klien als präzise Beobachterin des technischen Fortschritts und des modernen, immer stärker beschleunigten Lebens in der Großstadt.

Neben dem Studium an der Kunstgewerbeschule in Wien in der Klasse des avantgardistischen Reformpädagogen Franz Čižek absolviert Klien auch eine Schauspielausbildung. Das Interesse für Bühne und Tanz schlägt sich wiederholt in ihrem Werk nieder, um 1925 im Kinetischen Marionettentheater oder in den späten 1940er-Jahren im Bühnenstück The Masses. Eine weitere Konstante in Kliens Schaffen, motiviert durch ihre Ausbildung bei Čižek und die eigene jahrelange Tätigkeit als Kunstpädagogin, ist die Auseinandersetzung mit der künstlerischen Sprache von Kindern. Schließlich konvergieren in Darstellungen der sozialen Realität von Arbeiter*innen, die sowohl in den 1930ern als auch in ihren letzten Lebensjahren entstehen, Gesellschaftskritik und Modernereflexion.

Die Ausstellung im Unteren Belvedere beleuchtet alle Facetten des Œuvres der tanz- und theateraffinen Malerin, Grafikerin und Kunstpädagogin und präsentiert neueste Forschungsergebnisse zu Leben und Werk.

Biografie
Am 12. April 1900 wird Erika Giovanna Klien in Borgo Valsugana im Trentino als Tochter der Kindergärtnerin Anna Klien und des Bahnhofsvorstehers Franz Klien geboren. Nach mehrfachen Versetzungen des Vaters übersiedelt die Familie 1919 nach Wien. Klien beginnt ihr Studium an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Franz Čižek, dessen Klasse für ornamentale Formenlehre die Brutstätte des Wiener Kinetismus ist. Sie entwickelt sich zu einer der berühmtesten Vertreter*innen dieser Kunstrichtung, ihre Werke werden international ausgestellt und von Katherine S. Dreier für ihre Sammlung erworben. Durch die Jahre in Čižeks Umfeld auch kunstpädagogisch geschult, übernimmt Klien 1926 den Kunstunterricht an der Elizabeth-Duncan-Schule in Salzburg/Kleßheim. Nach der Geburt ihres Sohnes Walter, den sie zu Pflegeeltern gibt und der später ein berühmter Pianist werden sollte, übersiedelt Klien 1929 nach New York. Die Hoffnung auf eine Fortsetzung ihrer vielversprechenden Erfolge der ersten Jahre erfüllt sich nur bedingt: Die wirtschaftliche Situation zwingt Klien dazu, ihre Tätigkeit als Kunstpädagogin zu priorisieren, sie unterrichtet teilweise parallel am Stuyvesant Neighborhood House, an der New School for Social Research, an der Dalton School und an der Spence School. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg endet das letzte dieser kunstpädagogischen Engagements, erst 1946 knüpft Klien an der Walt Whitman School wieder daran an. Von Krankheit geschwächt gibt sie 1951 die Tätigkeit als Lehrende auf, und es entsteht ein letzter, Themen der 1930er-Jahre wieder aufgreifender Werkkorpus. Im Sommer 1957 stirbt Erika Giovanna Klien in New York.

...Mehr lesen

eSeL ist dein verlässliches Infoportal für Kunst, Kultur und Events in Wien und ganz Österreich. Finde aktuelle Tipps zu Ausstellungen, Museen, Theater, Performances, Kino und weiteren kulturellen Highlights.

Newsletter

eSeL Mehl abonnieren & jeden Donnerstag Kunst, Kultur & eSeL-Fotos im Postfach haben. Kostenlos. Kuratiert. Überraschend. >;e)

Social Media

Die über eSeL.at bereitgestellten Kunst- und Kalenderdaten werden nicht nur als kuratierter Service für neue und bestehende Kunstinteressierte aufbereitet, sondern zugleich als digitales europäisches Kulturerbe der Allgemeinheit sowie der wissenschaftlichen Nutzung zugänglich gemacht. In Österreich sind diese Europeana-Archivdaten über die Plattform Kulturpool abrufbar: https://kulturpool.at/institutionen/esel

Über uns

Newsletter abonnieren

Kontakt

Terminvorschlag

Partner*innen

Projekte

Presse

rewind.esel.at (BETA) 

Datenschutz

Impressum

AGB